Nassfilzen


Beim Nassfilzen werden außer Schafwolle, heißem Wasser und bester Olivenseife ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und möglichst geschickte Hände benötigt. Ein kleines Stück Wolle wird in eine Anfangsform gebracht, z.B. eine Minirolle. Diese wird mit heißem Wasser übergossen, mit dem nächsten Wollstück belegt, wieder übergossen und so geht es weiter, bis man hofft, überall genug Wolle aufgetragen zu haben. Dann nimmt man das instabile,  glitschige Wollstück in die Hand und streichelt es so lange, bis sich die Fasern miteinander verbinden und die gewünschte Form entstanden ist.

 

Vorteile der Methode:

  • Die Wollfasern verbinden sich in der Nassfilztechnik untrennbar miteinander (wenn man lange genug filzt). Der Filz wird äußerst belastbar.
  • Durch das stundenlange Streicheln entstehen runde, organische Formen.

Nachteile der Methode:

  • Die Arbeit mit nasser Wolle sollte nur zu bestimmten Zeiten unterbrochen werden, da die Wolle sonst Schaden nehmen kann. 
  • Wolle schrumpft während des Filzprozesses etwa um ein Drittel (ein bekanntes Ergebnis beim zu heißem Waschen des Lieblingspullovers in der Waschmaschine). Leider schrumpfen Filzfiguren nicht an allen Stellen gleichmäßig, was vorher in den Aufbau miteinberechnet werden muss. 
  • Ist der Schrumpfungsvorgang soweit fortgeschritten, dass an bestimmten Stellen fehlendes Wollmaterial definiert werden kann, ist der Filzprozess häufig schon so weit abgeschlossen, dass keine weitere Wolle mehr angenommen wird. Ergebnis ist dann z.B. eine Figur mit fliehender Stirn, eingedelltem Hinterkopf, oder zu kurzer Schnauze. Leider sind es genau diese "Kleinigkeiten", die eine Figur lebendig und gelungen oder aber missgestaltet wirken lassen.

 

WunderFilzig- Figuren entstehen in der Nassfilz- Technik!

 

Wer sich genauer für die Herstellungsart der WunderFilzig-Figuren interessiert, kann gerne HIER weiterlesen!